21.01.2021

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Vapers.guru: Neues Influencer-Gesetz

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Dampfer Lionfire: Tutorial Archiv #2 💨💨💨 I stick Tw40💨💨💨

Smokewolke’s Bastelecke: Doppelpost vom 21/01/2021

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Einfach Mal Selbst Gedacht: Studie belegt: Die maximale Konzentration der Nikotinbasis ist kontraproduktiv

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VapingPost.com: US: Rutgers Researchers Call For Nationwide Ban on Menthols

VapingPost.com: Joe Biden Is Now The 46th U.S. President; Jerome Adams Dropped As Surgeon General

VapingPost.com: India: Shops in Karnataka Must Obtain Licences to Sell Tobacco Products

Planet of the Vapes: Farsalinos, COVID-19 and Vaping

Planet of the Vapes: The FDA Issues Threat Letters

ManilaStandard.net: Bloomberg donation to Philippines FDA may have violated US laws, say experts

Neue Richtlinie zur Rauchentwöhnung – Eine Chance vertan

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) veröffentlichte kürzlich die aktualisierte S3-Leitlinie „Rauchen und Tabakabhängigkeit: Screening, Diagnostik und Behandlung“. In dieser Leitlinie, die für die nächsten fünf Jahre Gültigkeit hat, sind Empfehlungen zur Behandlung von Tabakabhängigkeit sowie zu Methoden der Schadensminimierung (Harm Reduction) festgelegt.
Sie ist rechtlich zwar nicht bindend, dient vielen Ärzten jedoch als Leitlinie und Orientierung.

In der Leitlinie wird von der Verwendung der E-Zigarette zum Mittel der Schadensminimierung ausdrücklich abgeraten:

„E-Zigaretten sollten zur Reduktion des Zigarettenkonsums nicht angeboten werden.“

Diese Empfehlung wird unter anderem damit begründet, dass sich bei gleichzeitiger Nutzung von Zigaretten und E-Zigaretten (der sog. Dualuse) die Schadstoffbelastung nicht so weit reduziert, wie bei einem kompletten Umstieg aufs Dampfen. Zudem wird auf Studien verwiesen, in denen vereinzelt höhere Belastungen durch bestimmte Schadstoffe beim Dualuse gefunden worden sein sollen. Alles in allem sei die Datenlage für eine Empfehlung der E-Zigarette zur Schadensreduzierung zu gering:

„Da die Studienlage keine belastbaren Hinweise auf eine Schadensminderung bei Dual Use gibt, sollte die E-Zigarette nicht zur Reduktion des Zigarettenkonsums angeboten werden.“

Für die Verwendung der E-Zigarette zum kompletten Rauchstopp wird in der Leitlinie keine Empfehlung abgegeben. Es heißt dazu:

„Da E-Zigaretten nicht risikofrei sind und gesundheitliche Auswirkungen einer Langzeitnutzung noch unzureichend erforscht sind, formuliert die Leitliniengruppe zum Einsatz von E-Zigaretten bei der Tabakentwöhnung keine Empfehlung.“

Empfohlen werden hingegen Nikotinpräparate wie Kaugummis, Pflaster und Sprays sowie Medikamente wie das Antidepressivum Bupropion oder der Rezeptorantagonist Vareniclin. Gerade von den in den Leitlinien erwähnten Medikamenten sind mitunter schwerwiegende Nebenwirkungen bekannt.

Dies ist auch ein Hauptkritikpunkt des Grazer Toxikologen Prof. Dr. Bernd Mayer. „Neben diversen psychotherapeutischen Verfahren werden mehr oder minder starke Empfehlungen für das gesamte Arsenal medikamentöser Therapien ausgesprochen. […] Als Pharmakologe kenne ich die erwünschten und unerwünschten Wirkungen der genannten Arzneistoffe sehr gut. Diese Pharmaka mögen als ultima ratio hilfreich sein, sind aber keinesfalls vergleichsweise harmlosen Nikotinprodukten wie E-Zigaretten, Tabakerhitzern, oder Snus vorzuziehen“, so Mayer.

Auch merkt er an, dass Minderjährigen und Schwangeren mit Einschränkungen Nikotinpräparate empfohlen würden. Von der Verwendung von E-Zigaretten jedoch abgeraten werde bzw. sie für Jugendliche sogar illegal seien. Die Leitlinie diene offensichtlich ausschließlich den Interessen der Pharmaindustrie, was sich schon daran zeige, dass beim Thema Nikotin mit zweierlei Maß gemessen würde: „Nikotin ist bekanntlich harmlos solange es nicht mittels E-Zigaretten sondern mit Produkten der Pharmaindustrie konsumiert wird.“

Scharfe Kritik an der Leitlinie kommt auch vom Suchtexperten Prof. Dr. Heino Stöver von der Frankfurt University of Applied Sciences. Er kritisiert unter anderem, dass von den Autoren der Leitlinie die jüngsten Erkenntnisse zur Schadensminimierung ignoriert worden seien. Zudem bedauert Stöver, dass die AWMF sich nicht dem Appell der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin anschließen wollte. Diese hatte gefordert, die E-Zigarette bei der Rauchentwöhnung zu berücksichtigen. „Diese Empfehlung der DGS zu ignorieren, ist für mich einer der zentralen Schwachpunkte in der Leitlinie“, kritisiert der Suchtexperte.

Bei der Schadensminimierung gehe es nicht nur um die Reduzierung der Gesundheitsrisiken und Schäden, die durch das Rauchen verursacht werden. Vielmehr gehe es darum, die Ursachen zu verstehen und so stufenweise zu bekämpfen. „Leider hat das Gremium, das für die überarbeitete Leitlinie eingesetzt wurde, diesem Thema keine Aufmerksamkeit geschenkt und damit wichtige wissenschaftliche Arbeiten wie beispielsweise den kürzlich erschienenen Cochrane Review zur Rauchentwöhnung mit E-Zigaretten ignoriert.“

Da die neue Leitlinie für die nächsten fünf Jahre gilt, fordert Stöver, dass „wenn aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse nicht in die Leitlinien-Formulierung mit eingeflossen sind, dann müssen diese in den nächsten Jahren umso stärker in der Öffentlichkeit – parallel zu den Leitlinien – diskutiert werden.“


Leitlinie „Rauchen und Tabakabhängigkeit: Screening, Diagnostik und Behandlung“ der AWMF

Stellungnahme von Prof. Dr. Heino Stöver

20.01.2021

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Egarage.de: Der Ausschuss für Ernährung empfiehlt

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Wellblechdackel: Vaper Friends Livestream #122

VAPOON – NACHRICHTEN

Neue Richtlinie zur Rauchentwöhnung – Eine Chance vertan

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Einfach Mal Selbst Gedacht: Warum Langzeitstudien niemals Vorrausetzungen für eine Produktzulassung sein dürfen!

DampfFreiheit: [DE] AWMF – S3-Leitlinie zur Tabakentwöhnung aktualisiert – Harm Reduction vernachlässigt

MEDIEN

Presseportal.de: Suchtexperte Prof. Dr. Heino Stöver kritisiert neue AWMF-Leitlinie zum Tabakkonsum scharf: „Chance für realitätsnahe Prävention vertan, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert“ (Frankfurt University of Applied Sciences)

INTERNATIONAL

VapingPost.com: Montana Lawmakers Intend To Overturn Flavoured Vape Ban In Missoula

VapingPost.com: French Food Safety Agency Publishes Content Review of Vaping Products

VapingPost.com: New Study: Smokers Living in Green Areas Are More Likely to Quit

VapingPost.com: Morocco Passes Bill That Creates a Tax on E-Cigarettes

VapingPost.com: HARAP: A New Harm Reduction Association Forms in The Philippines

Planet of the Vapes: 98% against Dutch Ban

Planet of the Vapes: IEVA Slams Dutch Ban

VietnamPlus.vn: E-cigarette use on the rise: Expert

Studie: Kein Zusammenhang zwischen der Verwendung von E-Zigaretten und Asthma

In einer kürzlich von der Universität von Kentucky veröffentlichten Studie wurde untersucht, ob die Nutzung von E-Zigaretten das Risiko für Asthma erhöht. Dafür wurden Zahlen aus dem Kentucky Behavioral Risk Factor Surveillance System (BRFSS) von 2016 bis 2017 ausgewertet. Für das BRFSS werden regelmäßig Bewohner von Kentucky zufällig telefonisch befragt.
Die Autoren konzentrierten sich in der Studie auf junge Erwachsene im Alter von 18 bis 30. Die Daten von 2387 Teilnehmern wurden berücksichtigt, von denen 10,6% angaben, unter Asthma zu leiden. 22,1% der Gesamtgruppe rauchte und 8,6% waren aktuelle E-Zigarettennutzer.

Im Ergebnis konnte die Studie, nach Berücksichtigung aller Kofaktoren wie Übergewicht und Bildungsgrad, kein signifikant erhöhtes Risiko für Asthma durch die Nutzung von E-Zigarette finden.

Die Autoren gaben jedoch zu bedenken, dass sie sich in der Studie auf relativ junge Menschen konzentriert hatten, welche nur über einen relativ kurzen Zeitraum E-Zigaretten nutzten. Zudem stützen sich die Ergebnisse lediglich auf Telefonbefragungen und viele Daten, wie die Dauer und Häufigkeit des Konsums, wurden nicht erfasst.
Trotzdem gibt die Studie klare Hinweise darauf, dass Dampfen kein Risikofaktor für eine Asthmaerkrankung zu sein scheint.


Taylor & Francis Online: Estimating the Population Attributable Fraction of Asthma Due to Electronic Cigarette Use and Other Risk Factors Using Kentucky Behavioral Risk Factor Survey Data, 2016–2017

19.01.2021

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Ich rauche nicht: Paradox Mod von Aspire und NoName

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VAPOON – NACHRICHTEN

Studie: Kein Zusammenhang zwischen der Verwendung von E-Zigaretten und Asthma

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DampfFreiheit: [DE] Veranstaltungstipp – ISFF – 1. Arud-Symposium „Schadensminderung durch E-Zigaretten”

INTERNATIONAL

VapingPost.com: Lincoln, Neb., School District First In The State To Sue Juul Labs

VapingPost.com: Recent Study Suggests That Some Vape Flavour Additives Are Toxic

Planet of the Vapes: Organisations Call Out Google

Planet of the Vapes: Leaving No Smoker Behind

SmokeFreeWorld.org: Statement by Foundation for a Smoke-Free World

Reason.org: The Failures of Flavored Tobacco Bans