Hall of Vape aufgrund der Covid-19 Epidemie abgesagt

Wie heute der Veranstalter mitteilte, wurde die Hall of Vape Stuttgart abgesagt. Grund dafür ist die fortschreitende Covid-19 Epidemie in Deutschland, insbesondere in der Region Stuttgart. Die Landesregierung von Baden-Württemberg hatte per Verordnung vorerst bis zum 15. Juni alle Versammlungen und Veranstaltungen untersagt.

Alle Besucher, die bereits Tickets gekauft haben, werden ihre Ticketgebühren vollständig zurückerhalten. Den Kaufpreis für alle in Offlinestores erworbenen Tickets erhalten Besucher in den jeweiligen Geschäften zurückerstattet.

Ira Simeonidis, Geschäftsführer des Iraklis Simeonidis Eventmanagement e.K., bedauert die Absage zutiefst. “Aktuell kann es nur wichtig sein, allen Vorgaben und Empfehlungen der RKI’s und der Gesundheitsbehörden Folge zu leisten und darauf zu achten, die Verbreitung des Covid-19 so gut wie nur möglich einzudämmen” erklärte Simeonidis in einer Verlautbarung. Er stellt darin auch die herausragende Bedeutung der Hall of Vape für die deutsche und europäische E-Zigarettenbranche heraus. Simeonidis teilte zudem mit, dass mit großer Anstrengung daran gearbeitet würde, einen geeigneten Termin für eine spätere Durchführung der Hall of Vape noch 2020 zu finden.
In diesem Jahr feiert Europas größte E-Zigarettenmesse ihr fünfjähriges Jubiläum.

Händlerverbände nehmen zu möglichen Ladenschließungen aufgrund der Covid-19 Epidemie Stellung

Aufgrund der fortschreitenden Covid-19 Epidemie wird es in Deutschland bald zur Einschränkung des Einzelhandels kommen. Geschäfte, die für die Grundversorgung der Bevölkerung nicht zwingend notwendig sind, müssen dann vorübergehend schließen. Das könnte auch Dampferläden treffen.

Die Händlerverbände BfTG und VdeH haben dazu nun Stellungnahmen veröffentlicht. Sie betonen darin die essentielle Bedeutung von Dampferläden. Diese seien für die Bedarfsdeckung der Menschen mit Nikotin unerlässlich. Sie würden Dampfer davon abhalten, wieder zu Zigaretten zu greifen. Diese gäbe es schließlich immer noch in allen Supermärkten zu kaufen. Dies zu riskieren sei kontraproduktiv, in Zeiten, in denen sich alle vor einer Atemwegserkrankung schützen wollen.
Daher fordern die Verbände, dass für den E-Zigarettenhandel Ausnahmeregelungen gelten sollen. Der BfTG bietet Einzelhändlern ein Informationsblatt zum herunterladen an. Es soll Shopbesitzern gegenüber den lokalen Behörden als Argumentationshilfe dienen.

Der VdeH bietet außerdem ein FactSheet für Ladenbesitzer an. In diesem werden unter anderem Verhaltensregeln in Bezug auf den Coronavirus SARS-CoV-2 aufgeführt. Außerdem enthält er wichtige Informationen zu den Themen Arbeitsrecht, Finanzhilfen und möglichen Entschädigungen vom Staat.

Stellungnahme des BfTG.
Stellungnahme und Informationen des VedH.

Covid-19: Hall of Vape findet statt – aus heutiger Sicht

Die Veranstalter der Hall of Vape haben am vergangenen Mittwoch bekannt gegeben, dass nach aktuellem Stand die Jubiläumsausgabe der wahrscheinlich europaweit größten Dampfermesse stattfinden wird. Vom 15. bis 17. Mai sollen in Stuttgart auch in diesem Jahr wieder die Tore geöffnet werden. Es wäre die fünfte Hall of Vape im Ländle.

Durch die sich derzeit ausbreitende Covid-19 Epidemie gab es im Vorfeld Unsicherheiten, ob die Messe wie geplant stattfindet. Covid-19 ist die durch den neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Atemwegsinfektion. Nachdem sich die Krankheit zuerst in China ausgebreitet hatte und viele zehntausende Menschen erkrankten, scheint sie nun auch in Deutschland angekommen zu sein. Es ist in den kommenden Wochen mit weiteren Erkrankungen zu rechnen.
Einige aktuelle Großveranstaltungen, darunter die Tourismusmesse ITB in Berlin, wurden wegen Covid-19 bereits abgesagt.

Aufgrund vieler Nachfragen, sah sich das Team der Hall of Vape jetzt veranlasst, eine Stellungnahme zu veröffentlichen. Darin heißt es, dass die Veranstalter sich auf die Einschätzung der Bundesregierung und der Gesundheitsbehörden verlassen. Diese würden zwar zur Vorsicht raten, sähen aber in der derzeitigen Situation keinen Anlass, die Durchführung von Messen in Deutschland einzuschränken.

Da die Gesundheit und Sicherheit der Gäste höchste Priorität habe, würde man sich mit den zuständigen Behörden abstimmen und mit ihnen eng zusammenarbeiten. In den nächsten Wochen würden Maßnahmen besprochen und vorbereitet, die eine möglichen Verbreitung des neuartigen Erregers während der Messe wirksam verhindern sollen. Was im einzelnen für Maßnahmen ergriffen würden, werde man in kommenden Bekanntmachungen mitteilen.

Bekanntmachung auf der Internetseit der Hall of Vape

CDC bestätigen erneut Vitamin-E-Acetat als Verursacher – Kaum noch neue EVALI-Fälle.

Seit Beginn des EVALI (E-cigarette, or Vaping, Product Use Associated Lung Injury) getauften Phänomens in den USA sind 2.807 Menschen erkrankt und 68 gestorben. Verursacht wird EVALI durch die Inhalation des nicht in Wasser löslichen Öls Tocopherylacetat, auch Vitamin-E-Acetat genannt. Das Inhalieren von nichtwasserlöslichen Ölen kann schwere Lipidpneumonien verursachen.
Dieses Öl wurde illegalen THC-haltigen Liquids, sogenannten E-Joints, beigemischt. Damit sollte ein höherer Gehalt an THC vorgetäuscht werden. THC (Tetrahydrocannabinol) ist der psychoaktive Bestandteil der Cannabispflanze.

In legalen handelsüblichen Liquids wurde kein Tocopherylacetat gefunden. Die Krankheits- und Todesfälle in den Staaten gingen also auf den Konsum illegaler gestreckter Drogen zurück. Dies wurde nun in einer abschließenden Pressemitteilung der CDC vom vergangenen Dienstag noch einmal bestätigt.

“Aufgrund des anhaltenden Rückgangs neuer EVALI-Fälle seit September 2019 und der Identifizierung von Vitamin E-Acetat als Hauptursache für EVALI ist die heutige Veröffentlichung das letzte zweiwöchentliche CDC-Update zur Anzahl der landesweit an EVALI Erkrankten und Verstorbenen.” (CDC am 25.02.2020)

Zugleich weisen die CDC auf den Umstand hin, dass es mittlerweile kaum noch neue Fälle von EVALI gibt. Wurden in der zweiten Septemberwoche 2019 noch 237 neue Fälle gemeldet, waren es in der zweiten Februarwoche diesen Jahres gerade noch vier.
Die CDC hatte sich lange Zeit nicht eindeutig zur Ursache von EVALI geäußert. Was von vielen Fachleuten scharf kritisiert wurde, denn es gab schon früh eindeutige Hinweise auf Vitamin-E-Acetat als Verursacher.

Umfangreiche Informationen über EVALI auf e-Dampfen.info

Händlerverband warnt vor Lieferengpässen bei E-Zigaretten und Zubehör

Der Verband des e-Zigarettenhandels (VdeH) warnt in einer Bekanntmachung heute vor den Folgen der aktuellen Coronavirus-Epidemie. In China wahren in den vergangenen Wochen mehrere zehntausend Menschen an einem neuartigen Erkältungsvirus erkrankt, über tausend Menschen von ihnen erlagen der Krankheit. Durch die von der Regierung erlassenen Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie kam mittlerweile in vielen Regionen das wirtschaftliche Leben zum Erliegen.
Etwa 90% aller Hardware im E-Zigarettenbereich wird in China hergestellt. Der größte Teil davon in der Region um Shenzhen nahe Hong Kong.
Durch den Ausbruch des neuartigen Coronavirus und die dadurch zu erwartenden Produktionsausfälle im E-Zigarettenbereich befürchtet der VdeH globale Engpässe bei der Versorgung mit E-Zigaretten und Zubehör. Bei einigen Produkten gebe es aktuell bereits Lieferschwierigkeiten.

Schon die Krise im vergangenen Jahr hatte dem E-Zigarettenhandel schwer zugesetzt. In den USA waren fast 3.000 Menschen erkrankt und über 60 gestorben. Obwohl mit Vitamin-E-Acetat gestreckte illegale THC-Liquids Ursache dieser Vorkommnisse waren, wurden von den US-amerikanischen Behörden fälschlicherweise zu lange die E-Zigarette verantwortlich gemacht. Zudem hatte die ungenaue und teilweise falsche Berichterstattung in den Medien zur Verunsicherung der Konsumenten beigetragen.
Statt eines Umsatzes von erwarteten 600 Mio. Euro im vergangenen Jahr, konnte daher lediglich ein Umsatz von 480 Mio. erwirtschaftet werden. Die aktuellen Lieferengpässe wären die zweite große Krise für den E-Zigarettenhandel in kurzer Zeit.

Und das Ende dieser Krise ist derzeit nicht absehbar. Keiner kann  seriös voraussagen, wann die Produktion in China wieder vollständig aufgenommen werden kann. Der VdeH rechnet daher mit Lieferverzögerungen, die bis in den April reichen können. Sollte sich die Krise weiter verschärfen, befürchtet der Verband zwischenzeitlich sogar komplette Lieferstopps.

Bekanntmachung des VdeH