Disposables – Das wird nicht gut enden

Disposables sind Einweg-E-Zigaretten. Man schmeißt sie also weg, wenn Tank oder Batterie am Ende sind. Da wird nichts nachgefüllt oder geladen. Ein Durchgang und das Ding wandert in die Tonne. Natürlich nicht in die Mülltonne. Denn ein Disposable besteht neben Hülle sowie Tank aus Elektronik und einer Batterie. Und diese Sachen gehören in den Sondermüll.

Aber mal ehrlich, die meisten Einwegdampfen werden niemals einen Wertstoffhof oder eine Recyclinganlage sehen. Die landen eben doch im Hausmüll. Und das ist richtig matschige Kacke. Die üble. Die an der Rosette brennt. Den ganzen Tag.
Doch eigentlich beginnt der Tanz noch viel früher. Das, was da in der Tonne landet, musste vorher hergestellt werden. Dafür wurden ordentlich Rohstoffe und Energie weggedonnert. Um aromatisierten Elektroschrott mit Akku draus zu machen. Der dann für fünf bis zehn Euro an der Tanke oder im Vapeshop verbimmelt wird.

Das ist in jeder Hinsicht das Gegenteil von Nachhaltig. Noch mehr der Umwelt in die Fresse geht kaum. Das ist das Maximum Infinitum von bekloppt.

So weit, so dreckig. Schon hier müsste selbst der größte Greta-Hasser zugeben, dass Disposables wie ein Karbunkel am Arsch sind. Braucht keiner.

Erst recht brauchen wir Dampfer das Teil nicht. Denn es fällt uns gehörig auf den Fuß. Das ganze Nachhaltigkeitsding ist dabei sogar nur die Spitze vom Misthaufen. Disposables brechen uns noch aus ganz anderen Gründen das Genick. Diese kleinen, bunten, niedlichen Dinger mit Erdbeergeschmack. Sie sind der feuchte Traum jedes Wolkenhassers.

Einwegdampfen kann es doch nur aus einem einzigen Grund geben: Verführung Minderjähriger.

Hängt die Hexe, tötet den Ketzer. Ein Fest für jeden verblendeten Antidampfidioten: Unsere Kleinen sollen durch Disposables zu suchtigen Nikotinzombies gemacht werden. Von der bösen E-Zigarettenmafia.
Und gegen das Krakeelen kommst du nicht an. Auch für Politiker sehen die Dinger wie in Koks getunkte Schnuller aus.

Klar, man könnte jetzt mit Fakten. Dampfen ist harmloser als Colatrinken1. Kein Steppke (und keine Steppkin) interessiert sich hierzulande für Nebel mit Geschmack2. Raucher können mit der E-Zigarette besser aufhören als mit jedem anderen Hilfsmittel3. Sie rettet Leben.
Alles tutti und stimmt.

Aber keine Sau interessiert sich für Fakten, wenn es um leckere Wolken geht. Erst recht nicht bei E-Zigaretten zum Wegwerfen.
Gegen das Dampfen werden eh schon fette Geschütze aufgefahren. Jetzt müssen wir uns noch die Frage gefallen lassen: Braucht es für all das Disposables?

Und die Antwort ist simpel: Nein!

Es gibt eine Menge Podsysteme auf dem Markt. Die sind entweder zum Nachfüllen oder man kann sich fertige Pods kaufen. Viele Raucher wollen es einfach. Das ist einfach. Noch einfacher muss nicht. Keiner braucht Disposables.
Wer echt nur mit Disposables umsteigen kann, bei dem ist es vielleicht besser, wenn er sich aus der Evolutionskette entfernt.

Die E-Zigarette ist eh schon am Arsch. Von allen Seiten wird geschossen. Wir haben bereits eine Liquidsteuer. Die wird einen großen Teil des Dampfermarktes in Deutschland schlicht pulverisieren. Ein europaweites Aromenverbot droht. Kurz: Wir stehen mit dem Bobbes an der Wand.
Und Disposables sind das Messer im Rücken.

Wenn wir nicht handeln, handelt die Politik.

Früher oder später werden Einwegdampfen vom Markt verschwinden. Entweder freiwillig oder sie werden verboten. Das halte ich für sicher. Gäbe es mehr Dampfer, dann hätte die Rasselbande in Berlin oder Brüssel schon längst gehandelt. So waren Ladekabel für Handys erst mal wichtiger.
Bis die Dinger verboten sind, liefern sie neue Munition. Für höhere Steuern… denkt doch an die Kinder. Für Dampfverbote in der Öffentlichkeit… denkt doch an die Kinder. Für Aromenverbote… denkt doch an die Kinder.
Und wir Dampfer müssen uns den Vorwurf gefallen lassen, wir killen den Planeten. Zurecht.

Noch haben wir die Chance. Noch können wir was machen, bevor die Politik zuhaut. Und bevor sie uns die Einwegdampfe argumentativ im Rektum versenkt.
Jeder Kunde hat die Wahl. Kauf einfach keine E-Zigaretten zum wegwerfen. Jeder Händler kann sich fragen, ob ihm der schnelle Euro wichtiger ist, als die Zukunft der E-Zigarette. Die Händlerverbände können sich klar gegen Einwegdampfen positionieren und Druck auf ihre Mitglieder machen. Konsumentenverbände sollten klar und deutlich aufklären.

Disposables werden wieder verschwinden. Die Frage ist nur, wie viel Schaden sie vorher anrichten. Das entscheidet sich jetzt.


1) Rachel Murkett et al.: Nicotine products relative risk assessment: a systematic review and meta-analysis

2) DEBRA-Studie: Aktueller E-Zigarettenkonsum unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen (PDF)

3) Cochrane: Updated Cochrane Review shows electronic cigarettes can help people quit smoking

Das eigentliche Problem mit der Liquidsteuer

Eine aktuelle Stellungnahme der Gewerkschaft der Polizei zum Tabaksteuermodernisierungsgesetz zeigt: Selbst die Polizei erkennt ein großes Problem der Liquidsteuer. Zumindest grundsätzlich. Also fast. Wenigstens mehr als die Politik.
Sie zitiert darin sogar eine Umfrage des Konsumentenverbandes BVRA:

“Wie stark die neue Tabaksteuer den Nerv von preissensiblen Verbrauchern trifft, zeigt jetzt auch eine Studie des Bundesverbandes Rauchfreie Alternative e.V., in der Verbraucherinnen und Verbraucher zur Besteuerung von schadensminimierten Alternativprodukten zum Tabak befragt wurden. Demnach kennen etwa 80% der Befragten Quellen, um die Besteuerung zu umgehen, oder wollen sich noch weiter dazu informieren. Ein Fünftel räumt unumwunden ein, zukünftig auf schwarzen oder grauen Märkten einkaufen zu wollen, ein weiteres Viertel will dies online außerhalb Europas oder auf Urlaubsreisen tun.”

Dazu muss man vorweg wissen: Ab erstem Juli 2022 wird alles Flüssige besteuert, was in eine E-Zigarette soll. Damit ist nicht nur Nikotin gemeint oder ein fertiges Liquid. Nein, das bezieht reine Aromen, Propylenglykol, Glycerin und sogar Wasser mit ein. Auf all das kommen ab Juli 0,16€ je Milliliter.
Es könnte also zu der absurden Situation kommen, dass ein Liter destilliertes Wasser in einem Dampferladen über 160€ kostet. Oder ein Liter Propylenglykol bzw. Glycerin. Theoretisch.
Denn praktisch sind die Betreiber dieser Shops natürlich nicht doof. Keiner kauft die Grundstoffe für Liquid zu solchen Preisen. Diese Grundstoffe werden einfach aus den Vapeshops verschwinden.

Es macht ja auch keinen Sinn, etwas für fast 200€ zu verkaufen, was im Laden nebenan weiter für 10€ zu kriegen ist. Wasser noch günstiger, kommt sogar direkt aus dem Wasserhahn.
Denn es gibt viele Quellen für Propylenglykol und Glycerin. Angefangen von der Apotheke, über Shops für Lebensmittelaromen (wo es auch gleich die Aromen dazu gibt) bis zum Chemiefachhandel.

Und egal welches Liquid, es besteht fast nur aus genau diesen Stoffen.
Der einzige Bestandteil von Liquids, an den man unversteuert legal nicht mehr kommen wird, ist Nikotin. Streng genommen kann man sich also etwa 99% des Liquids ohne Liquidsteuer aus legalen Quellen besorgen.

Dass es dann nicht legal ist, diese unversteuerten Flüssigkeiten in den Tank zu packen, ist nur eine Randnote. Denn faktisch wird es kaum nachzuweisen sein, dass jemand unversteuertes Liquid im Tank hat.

Das Problem der Liquidsteuer ist also nicht der Schwarzmarkt. Der kann zweifelsohne entstehen. Aber schon mal nicht für Hardware. Die wird nämlich nicht besteuert. Wenn, dann wohl noch am ehesten für 10ml Fertigliquids. Bei Podsystemen lohnt es sich nicht. Und Selbermischer brauchen ihn nicht.

Ein großes Problem liegt woanders. Viele Dampfer, die selber mischen, werden notgedrungen zu Produkten greifen, bei denen sie nicht sicher sein können, ob sie sich zum Dampfen eignen. Und die Händler sind aus der Verantwortung. Denn Dampferläden werden viele Grundstoffe nicht mehr anbieten. Und ein Lebensmittelaromenhandel wird sich kaum dafür verantwortlich fühlen, wenn Kunden das Produkt zweckentfremden.


WICHTIGE INFO für Selbermischer*: Das ganze ist natürlich keine Raketenwissenschaft. Aber ein paar Gefahren gibt es schon. Bei Propylenglykol und Glycerin reicht es, wenn die Quelle seriös ist und es sich um pharmazeutische Qualität handelt. Beim Aroma wird es schon ein bisschen komplizierter. Grundsätzlich sind schon jetzt alle “Dampferaromen” nichts anderes als stinknormale Lebensmittelaromen. Dennoch muss man auf ein paar Sachen achten.
Größte Gefahrenquelle sind definitiv fette Öle. Diese können akut oder langfristig zu einer Lipidpneumonie führen. Kurz gesagt, das Öl setzt sich in der Lunge fest und löst üble Lungenentzündungen aus. Das fette Öl Tocopherylacetat in illegalen THC-Liquids war der Grund für die EVALI getaufte Erkrankung vieler meist jüngerer Menschen. Durch diese gepanschten Liquids starben in den USA 2019 sogar fast 70 Konsumenten.
Alkohol und ätherische Öle sind wiederum kein Problem. Es muss nur immer darauf geachtet werden, dass nichts davon in fetten Ölen gelöst ist. Leider ist jedoch nicht immer so einfach ersichtlich, was genau in einem Aroma enthalten ist. Im Zweifelsfall immer: Finger weg!
Übrigens sollte man auch Zucker nicht in den Tank packen. Weniger, weil es der Gesundheit schadet. Zucker karamellisiert leicht. Und das bedeutet für jeden Verdampferkopf und jede Coil das schnelle Ende.
Mehr Infos zum Thema Selbermischen gibt es auf e-Dampfen.info.


Ein weiterer Nebeneffekt der Steuer dürfte den Zollbehörden und den meisten Politikern wohl egal sein. Viele Hersteller und Dampferläden werden schließen. Damit wird es nicht mehr nur weniger Vielfalt geben. Auch die Beratung und Verfügbarkeit vor Ort fällt dann zunehmend weg. Vor allem einige wenige Onlineshops werden bleiben. Und natürlich die Podsysteme der Tabakkonzerne in Supermärkten und Tankstellen.
Wahrscheinlich werden deutlich weniger Raucher umsteigen. Einige Dampfer werden sogar wieder zur Zigarette zurückkehren.

Jeder Dampfer, der sich früher eine Besteuerung der E-Zigarette gewünscht hat, damit sie von der Politik in Ruhe gelassen wird, muss sich jetzt den Vorwurf der Naivität gefallen lassen.
Das war absehbar. Denn die Politik in Deutschland will die E-Zigarette nicht sinnvoll regulieren. Sie will die E-Zigarette loswerden. Diese Steuer ist der beste Beweis dafür.

Denn sie schützt weder Jugendliche, noch bringt sie einen Gewinn für die Gesellschaft. Sie erschafft einen unregulierten “Schwarzmarkt”, direkt und indirekt. Sie gefährdet die Gesundheit der Dampfer.
Und es gibt weder eine Notwendigkeit, noch gute Argumente für eine Steuer auf E-Zigaretten oder Liquid.

Jetzt sind die Verbände am Zug. Sie müssen mit aller Kraft erreichen, dass das Steuergesetz zumindest halbwegs sinnvoll angepasst wird. Wenigstens alle nikotinfreien Komponenten von Liquid gehören steuerfrei. Dass die Steuer wieder ganz gekippt wird, halte ich für illusorisch. Auch wenn es das einzig sinnvolle wäre.
Auf Gerichte, auch das Bundesverfassungsgericht, werden wir uns leider nicht verlassen können. Der “Kampf” findet in Berlin statt. Und er wird noch lang und mühsam.


Alle wichtigen Infos zur Liquidsteuer gibt es auf e-Dampfen.info.

*: Diese Infos dienen nur zur grundsätzlichen Orientierung. Du mischt immer auf eigene Gefahr. Die Verwendung von steuerfreien Flüssigkeiten in E-Zigaretten stellt unter Umständen nach dem 01. Juli 2022 einen Steuerstraftatbestand dar.

Hört auf, die Suppe zu bunkern

Bunkert lieber die Gewürze.

In letzter Zeit sehe ich immer öfter in den sozialen Medien Bilder von Literkanistern an Propylenglykol und Glycerin. Wie Jagdtrophäen aufgereiht und stolz präsentiert. Oft dann mit der Bemerkung, dass man jetzt für Jahre sicher ist. Die Suppe ist da und reicht für die Ewigkeit. Vielleicht sind sogar noch ein paar Lastwagenladungen unterwegs, damit man auch ganz sicher bis zum Sanktnimmerleinstag ausgesorgt hat. Bunkern bis der Arzt kommt. Oder besser gesagt, der Psychiater.

Denn warum zur Hölle bunkert ihr Propylenglykol und Glycerin? Einfach keine Ahnung? Den letzten Schuss nicht gehört? Oder nur die Nummer “sicher ist sicher”? Man kann ja nie wissen… Pferde, Apotheken und Vorgekautes? Ich hoffe, ihr habt auch genug Klopapier und Nudeln im Schrank.

Ich will mal der Reihe nach erklären, was passieren wird und warum das Bunkern von Propylenglykol und Glycerin absoluter Unsinn ist.

Am 1. Juli kommt die neue Steuer auf “Substitute für Tabakwaren”. Dagegen kann man nicht mehr protestieren oder irgendwelche sinnlosen Petitionen starten. Das ist Gesetz und wird so umgesetzt. Der Drops ist den Bach runter.

Durch die in Gesetzestext gestanzte Idiotie kommen ab Mitte des Jahres auf jeden Milliliter Flüssigkeit, die in einer E-Zigarette vernebelt werden soll, 16 Cent Liquidsteuer. Das gilt für Nikotin, Aromen und eben auch für Propylenglykol sowie Glycerin. Sogar für Wasser.
Ich sage es echt ungern, aber es kam, wie ich es befürchtete. Sogar, wie ich es gesagt habe. Sonst finde ich es echt juppi, wenn ich recht habe. Hier könnte ich nur noch am Strahl bereits gegessenes vornerum ausstoßen. Aber egal.

Mit der Steuer wird jetzt nicht nur ein großer Teil des Dampfermarktes über den Jordan schippern, sie zementiert die Botschaft, dass Dampfen schädlich ist. Etwas, wo “Tabaksteuer” drauf ist, das muss ja auch in etwa so tödlich sein. Warum wäre sonst Tabaksteuer drauf?!
Dass die E-Zigarette gerade dabei war, dem Tabak das Wasser abzugraben, Millionenfaches Leid und Sterben durch Rauch zu verhindern, interessiert so gut wie keinen mehr. Erst recht die Raucher nicht, die aufgrund der neuen Liquidsteuer bei der Zigarette bleiben. Und weiter ihre Gesundheit und ihr Leben riskieren.

Leider wird es auch einige Dampfer geben, die vom leckeren Nebel zurück zur stinkigen Wolke taumeln. Weil es ihnen mit der Steuer zu kompliziert oder zu teuer wird.
Andere werden sich mit den Podsystemen von der Tanke abfinden. Sind wir mal ehrlich, das sind eh schon sehr viele Dampfer. Das sind die, die es unkompliziert und einfach wollen. Die nur einen Ersatz für ihre Kippe brauchen. Eine Packung E-Zigaretten an der Tanke ziehen und fertig.

Der Selbermischer ist nur eine Minderheit in einer Minderheit einer kleinen Gruppe. Aber er ist auch derjenige, der das Dampfen im Grunde am intensivsten lebt. Denn Dampfen ist Freiheit. Also jetzt nicht dieses “Ende der Sklaverei” Freiheit oder irgendwas, wofür man bunte Fahnen schwenken müsste. Nein. Die Freiheit, Wolken so zu machen, wie man das selber am geilsten findet. Sich an lecker Zeug in die Suppe packen, was einem gerade am besten passt. Von Bockwurst mit Pommes bis zum Käsekuchen. Und das auch noch wahnsinnig günstig. So’n kleines Stückchen Freiheit eben. Nix pathetisches.

Und gerade diese Freiheit ist durch die Steuer am meisten bedroht. Theoretisch.
Wer selber mischt, der braucht dafür Zutaten. Und auch nicht gerade kleine Mengen. Denn man mischt eben keine Fläschchen mit 10 Milliliter zusammen. Viele rühren sich gleich die Flaschen mit 100 Milliliter an. Manche sogar gleich Literweise. Warum auch nicht? Ist eben praktischer.

Mischen ist sowieso recht praktisch und unkompliziert. Man braucht nicht viel verschiedenes an Zutaten. Neben dem Aroma kommen in der Regel nur noch Nikotin und die sogenannte Basis, Propylenglykol und Glycerin, in die Nebelsuppe. Keine Raketenwissenschaft.
Und es geht sogar noch einfacher. Mit sogenannten Shake and Vape Lösungen. Da ist das Aroma schon in der richtigen Menge in der passenden Flasche und oben drauf kommen nur noch Nikotin und Basis bis zum Rand. Das ist eher wie Tütensuppe machen als wie richtiges Selbermischen.

Mit der Steuer wird das alles eigentlich zu einem unbezahlbaren Hobby. Denn auf jede dieser Komponenten kommt sie oben drauf. Bei 100 Milliliter reden wir also schon über 16 Euro Steuern (plus Mehrwertsteuer). Für etwas, was vorher vielleicht zehn Euro gekostet hat. Mal fix mehr als eine Verdoppelung.
Wer so richtig selber mischt, für den wird’s noch heftiger. Propylenglykol und Glycerin kauft man sich in Literflaschen. Eben die sogenannte Basis. So ein Liter Basis ist aktuell für um die zehn Euro zu haben. Nach Einführung der Liquidsteuer werden daraus mindestens 170 Euro.

Das kann sich natürlich keiner mehr leisten. Eigentlich. Theoretisch.

Denn Propylenglykol und Glycerin sind zwei Stöffchen, die brauchen nicht nur Dampfer. Die wurden auch schon vor der E-Zigarette für alles Mögliche verwendet. Für zum Beispiel Mundwasser, Medikamente, Kosmetikartikel, Kaugummi, Aromen oder die Pferdezucht. Das ist immer noch so.
Und wenn unsere Basissuppe nicht für das Dampfen bestimmt ist, wird auch in Zukunft keine Steuer fällig.
Das wird ab Juli also zu dem Irrsinn führen, dass eine Literflasche Propylenglykol im Dampferladen fast 200 Euro kosten müsste. Während die gleiche Menge in der Apotheke nebenan oder im Lebensmittelaromenshop im Netz weiterhin so um die zehn Euro kostet. Ganz legal.

Illegal wir es erst, wenn der Selbermischer im stillen Kämmerchen unversteuerte Zutaten in seine Dampfe packt. Das ist dann laut Gesetz ein Steuervergehen. Allerdings eins, das faktisch keiner beweisen kann. Ist eben ein unglaublich miserabel geklöppeltes Gesetz. Und eine eigene Geschichte.

Fakt ist, an die Basissuppe kommst du immer günstig ran. Auch nach Einführung der Liquidsteuer. Nur halt eben nicht im Dampferladen. Aber zum Beispiel in der Apotheke oder in Fachgeschäften für Lebensmittelaromen oder -zusätze. Das Zeug brauch man nämlich auch für so leckere Sachen wie Speiseeis. Und manch einer bestellt sich sein Glycerin jetzt schon im Pferdezubehörhandel. Wichtig ist nur, dass es sich um pharmazeutische Qualität handelt, dann ist die Quelle im Grunde wurscht.

Und nein, Propylenglykol und Glycerin werden auch in Zukunft nicht vergällt oder so ein Unsinn. Das ist technisch schon nicht zu leisten. Zu viel von dem Zeug landet nämlich, wie erwähnt, in Lebensmitteln, Tierfutter, Kaugummis und Medikamenten. Der Verwaltungsaufwand für die Unternehmen wäre gigantisch.

Das einzige, bei dem Bunkern Sinn ergibt, ist Nikotin. Denn dass wird es auch nach Einführung der Steuer nur in Dampferläden und nur mit Liquidsteuer geben. Vielleicht wird es zudem das ein oder andere Dampfaroma aufgrund der Steuer nicht mehr geben. Da kann man sich gerne einen Vorrat anlegen.

Aber Propylenglykol und Glycerin zu horten ist nicht nötig.
Wenn du dich damit besser fühlst… mach, was dir gut tut. Aber poste nicht auch noch Fotos von deinen “Errungenschaften” bei Facebook und Co. Das verunsichert nur andere und verbreitet Panik. In einer Zeit, in der wir genau das Gegenteil von Panik brauchen.

Alle wichtigen Infos zum Thema Liquidsteuer findest du übrigens in diesem Artikel auf e-Dampfen.info.

Irgendwas zum Jahreswechsel

So, da sind wir. Vorletzter Tag im Jahr. Zeit für so’n Jahresrückblick-Dingens. Zumindest ein bisschen. Und natürlich auch einen kleinen Blick auf 2022, das Jahr, für das ich wieder mit zwei Ziffern auskomme. Praktisch. Vielleicht schon das praktischste an den nächsten 365 Tagen. Und vielleicht auch das Beste.

Erst mal vorweg: Warum kam von mir in diesem Jahr recht wenig an Artikeln? Das hatte ein paar gute und ein paar blöde Gründe.
Zum einen ist das mit der Gesundheit bei mir so eine Sache. Die lässt mich nicht immer so, wie ich will. Und dieses Jahr war die leider echt’n Kothaufen. Außerdem hab ich neben Vapoon auch noch andere Projekte wie zum Beispiel e-Dampfen.info (solltest du gucken auch). Da ging oft schon viel Zeit und Kraft drauf. Sind aber eben auch wichtig.
Zum anderen war da ganz einfach zu viel Frust bei mir. Und zu wenig Luft auf den Reifen. Irgendwie hatte sich das Gefühl eingeschlichen, dass ich schon alles geschrieben habe. Dass ich zu einem Papagei mutiert war. Ein Drehen im Kreis. Mit Übelkeit. Das alles gepaart mit einem heftigen “Don Quijote” Gefühl… Windmühlen und so.

2021 hat aber auch echt nicht viel Gutes geliefert. Die Landesregierung in Hessen hat mit ihrer Überarbeitung des Nichtraucherschutzgesetzes erneut ihre Faktenresistenz bewiesen und stellt ab kommendem Jahr das Dampfen dem Rauchen gleich. Die Rasselbande in Wiesbaden kann oder will den Unterschied zwischen Rauch und Nebel nicht verstehen… Ich glaube, letzteres. Die Politiker ignorieren in ihrer Begründung für die Gesetzesänderung schließlich auf ganzer Linie fast alles, was es an wissenschaftlichen Fakten zur E-Zigarette gibt.

Der fetteste Tritt ins Kontor der Dampfer war allerdings das Theater um die Liquidsteuer. Ende vom Lied: Ab nächstem Jahr kostet ein Liter destilliertes Wasser im Dampferladen mal fix 160€ Steuern. Ohne Scheiß: 0,16€ Steuern pro Milliliter… auf alles flüssige, was man dampfen will. Das ganze dann ab Juli nächsten Jahres. Und bis 2026 steigt das dann sogar auf 0,32€ pro Milliliter.
Alle trockenen Fakten zum Thema Liquidsteuer kannst du dir auf e-Dampfen.info reinziehen.

Und gab’s auch gute Sachen 2021? Jupp, so’n bissel. Hauptsächlich Erkenntnisse. So aus diesem Wissenschaftsding, das Politiker so gerne ignorieren.
Wir haben 2021 noch mehr Belege dafür erhalten, dass der Umstieg vom Rauchen aufs Dampfen gut für Pumpe und Kreislauf ist1. Dass auch die Selbstreinigungskräfte der Atemwege voll auf E-Zigarette stehen2. Dass “Seconhand-Nebel” voll harmlos ist und niemand davor geschützt werden muss3. Dass man mit der E-Zigarette aus Versehen mit dem Rauchen aufhören kann4. Dass Dampfen Jugendliche nicht zum Rauchen verführt, Stichwort Gateway5. Und dass die E-Zigarette unsere Kiddies sogar präventiv davor schützen kann, mit Rauchen überhaupt erst anzufangen6.

Nur wird das alles die Steuer auch nicht mehr verhindern. Und die wird eins der drei großen Themen 2022 sein. Ab dem Sommer werden Dampfersachen nämlich nicht nur teurer, zum Teil teurer als gerollte Tabakblätter. Es werden auch einige Shops dicht machen und Hersteller verschwinden. Im Dampferladen werden wohl dann neben Hartware nur noch Pods, 10ml Liquids und Longfills zu finden sein. Keiner ist so doof, für einen Liter Glycerin fast 200 Öcken hinzulegen. Vor allem, wenn’s den im Onlineshop nebenan weiterhin für nen knappen Zehner gibt. Und die Grundstöffchen fürs Wolkentonikum wird’s weiter ohne Steuern geben, nur eben nicht mehr im Dampferladen. Braucht man also nicht bunkern.
Das einzige, wo’s Sinn ergeben kann, sind Nikotinshots. Ich würde sagen, ab April kann man da zuschlagen und sich für ein paar Jährchen eindecken, wenn man will. Wird ja nicht schlecht, das Zeug.

Ein anderes großes Thema werden 2022 mit Sicherheit Wegwerfdampfen, auch “Disposables” genannt. Also die Dinger, die man kauft, einmal benutzt… bis Pod oder Akku leer ist… und dann wegwirft.
So das dämlichste nach der Erfindung des elektrischen Bauchkratzers. Eine noch miesere Ökobilanz hat nur’n Panzer auf Schweröl. Klar ist so ein Ding richtig schön praktisch.
Aber nicht nur, dass die Herstellung heftig Energie und Rohstoffe frisst, es ist auch ein Haufen Müll für ein recht kurzes Vergnügen. Und dieser Müll ist Sondermüll. Der gehört nicht in den normalen Mülleimer. Aber genau da werden die Wegwerfdampfen massenhaft landen. Und die Politiker haben dann noch ein klasse Argument mehr, die leckere Wolke zu hassen.
Wolkenhasser und Greenpeace gleichzeitig zum Feind? Geht eigentlich noch mehr Fail?!

Aber das dickste Thema werden nächstes Jahr Aromen im Wolkentonikum sein. Denn 2022 werden wahrscheinlich die Weichen für ein Verbot von Aromen bei uns gestellt. Könnte alles außer Tabakaromen treffen. Zumindest aber alles, wovon Politiker glauben, dass das nur Kiddies mögen. Die Vorarbeit läuft in der EU und in Deutschland schon. Erst vor kurzem hat sich das BfR in Stellung gebracht. Das dürfte unser nächstes Schlachtfeld sein. Kein leichtes. Mal wieder. Erwähnte ich Windmühlen schon?

Das alles wird uns also nächstes Jahr und wohl auch noch länger beschäftigen. Für den einen wichtige Themen, dem anderen geht’s gepflegt am Rückenende vorbei. Es gibt eben auch noch wichtigere Themen als die leckere Wolke. Gerade in Zeiten wie diesen.

Wir werden sehen, wie es weitergeht. Irgendwie auf jeden Fall. Das Dampfen ist gekommen um zu bleiben. Leider die Dummheit auch. Es wird ein langer Weg. Und wie sagte schon Konfuzius seines Bruder Nachbarn: Auch der längste Weg fängt mit dem ersten Schritt an. Machen wir ihn einfach und gucken, wo er uns hinführt.

Ich wünsche Dir einen guten, ruhigen und leckeren Jahreswechsel. Und ein erfolgreiches sowie gesundes 2022.

Wir sehen uns auf der anderen Seite.


1): Klonizakis et al.: Short-Term Cardiovascular Effects of E-Cigarettes in Adults Making a Stop-Smoking Attempt: A Randomized Controlled Trial

2:) Polosa et al.: Impact of exclusive e-cigarettes and heated tobacco products use on muco-ciliary clearance

3:) Amalia et al.: Environmental and individual exposure to secondhand aerosol of electronic cigarettes in confined spaces: Results from the TackSHS Project

4:) Kasza et al.: Association of e-Cigarette Use With Discontinuation of Cigarette Smoking Among Adult Smokers Who Were Initially Never Planning to Quit

5) Sun et al.: Is Adolescent E-Cigarette Use Associated With Subsequent Smoking? A New Look

6) Sokol et al.: High School Seniors Who Used E-Cigarettes May Have Otherwise Been Cigarette Smokers: Evidence From Monitoring the Future (United States, 2009–2018)

Die Liquidsteuer kommt – Soll ich jetzt bunkern?

Die Bundesregierung hat mit ihrer Mehrheit im Bundestag das Tabaksteuermodernisierungsgesetz verabschiedet. Es enthält faktisch eine Liquidsteuer. Mit schwerwiegenden Folgen für Dampfer und Raucher, die umsteigen wollen. Für die Dampfer stellt sich jetzt natürlich wieder die Frage nach dem Bunkern. Lohnt es sich, zu bunkern? Wenn ja, was? Gehen wir das Thema mal im Detail an.

Was wird besteuert?

Vereinfacht gesagt, werden alle Flüssigkeiten besteuert, die dafür gedacht sind, dass man sie dampft. Und man muss sie natürlich auch grundsätzlich dampfen können. Aromen zum Beispiel kann man nicht dampfen… Das wäre zumindest extrem übel.

Aber Propylenglykol, Glycerin und natürlich fertige Liquids fallen alle unter diese Definition. Sehr wahrscheinlich auch sogenannte Shortfill, in die man nur noch ein oder zwei Nikotinshots reinpackt.

Überhaupt ist wichtig: Es spielt für die Steuer keine Rolle mehr, ob irgendwo Nikotin drin ist oder nicht.

Wann kommt die Steuer?

Die erste Stufe der Steuer tritt am 01. Juli 2022 in Kraft. Ab dann muss auf jeden Milliliter dampfbare Flüssigkeit 0,16€ Steuern abgedrückt werden. Zwei Jahre später, am ersten Januar 2024, wird die Steuer auf 0,20€, ein weiteres Jahr später dann auf 0,26€ erhöht. Die letzte Stufe tritt schließlich 2026 in Kraft. Ab dann beträgt die Steuer 0,32€ für den Milliliter Wolkentonikum.

Eilt nicht

Grundsätzlich ist also noch massig Zeit, über ein Jahr, bis überhaupt was passiert. Hektik ist nicht nur schlecht für die Pumpe, sondern hier auch völlig überflüssig. Wenigstens bis Anfang 2022 kann man noch getrost warten.

Aber macht Bunkern denn überhaupt Sinn? Einfache Antwort: Kommt drauf an. Wir müssen drei Sachen getrennt voneinander betrachten.

Muss ich Propylenglykol und Glycerin (sog. Basis) bunkern?

Klare Antwort: Nein. Besteuert werden sowohl Propylenglykol (PG) als auch Glycerin (VG) nur, wenn sie in der E-Zigarette landen sollen. Die beiden Stöffchen werden aber z.B. auch im Lebensmittelbereich, in der Kosmetik, der Pharmazeutik und sogar in der Pferdezucht verwendet. Und da kommt dann auch keine Steuer drauf.

Es ist vielleicht ein bisschen teurer als im Dampfshop, aber PG und VG gibt’s auch jetzt schon in der Apotheke. Oder man guckt sich da um, wo es Eisaromen gibt. Es sollte allerdings in jedem Fall pharmazeutische Qualität sein.

Nur im Dampfshop wird es die beiden Wolkenmacher und Geschmacksträger recht sicher nicht mehr geben. Kein Händler wird von seinen Kunden für eine Flasche Basis ernsthaft über 160 Öcken verlangen. Und das dann im Voraus auch noch an den Fiskus abdrücken. Echt jetzt, so blöd wird keiner sein. Das würden die meisten Läden schon finanziell nicht packen.

Aber viele Läden überleben die Steuer eh nicht… dazu nachher mehr.

Wie sieht’s mit Nikotin aus?

Bei Nikotin könnte Bunkern schon am ehesten Sinn machen. Kriegt man einen Nikotinshot (10ml) jetzt noch für so etwa einen Euro, werden das ab nächstem Jahr mindestens drei sein, 1,60€ davon Steuern. Ab 2026 reden wir dann über etwa fünf Euro pro Fläschchen, wenn die Steuer bei 3,20€ liegt.

Für die meisten Liquids werden so ein bis zwei Shots gebraucht, also würde z.B. ein Shortfill durch die “Nikotinwürze” am Ende etwa bis zu zehn Euro teurer. Nicht die Welt aber auch alles andere als wenig. Allerdings kann man davon ausgehen, dass es nach der Steuereinführung eh keine Shortfills mehr geben wird. Die Teile werden durch die Steuer nämlich mal heftig teurer.

Aktuell kostet so ein Shortfill irgendwas zwischen 10 und 30 Euro. Gehen wir mal von 100ml Liquid aus, das man am Ende raus kriegt. Dann reden wir ab nächstem Jahrt von 16€ Steuern und ab 2026 gar über 32€. Durch die Steuer werden diese Shortfills also mehr als doppelt so teuer. Auf das überdosierte Liquid selber (gehen wir mal von 60ml aus) entfallen dabei knapp 10€ (später dann etwas über 19€).

Das Nikotin ist hier also eher der kleinere Preistreiber. Aber es wird ganz klar am Ende etwa fünf Mal teurer sein als heute. Durchaus ein Grund zum Bunkern. Vor allem, da sich Nikotinshots (vernünftig gelagert) fast ewig halten. Am besten in Glasflaschen, dunkel und kühl.

Aber auch hier gilt: Keine Hektik.

Was ist mit Aroma?

Aromen kann man nicht so dampfen. Geht nicht. Also… geht schon. Ist dem ein oder anderen bestimmt auch schon passiert. Aber so ein Erlebnis vergisst keiner mehr.

Kurz gesagt: Auf Aromen wird auch zukünftig keine Liquidsteuer fällig. Es gibt also keinen Grund zum Bunkern.

Vieles wird verschwinden!

Außer bei Nikotin macht Bunkern somit überhaupt keinen Sinn.

Aber man sollte noch etwas anderes bedenken: Viele, vielleicht sogar die meisten, Händler und Hersteller werden die Einführung der Steuer nicht überstehen. Das heißt auch, dass viele Liquids, die Shortfills sowieso, vom Markt verschwinden werden.

Was bleiben wird, sind recht wahrscheinlich Nikotinshots, reine Aromen, wenige Fertigliquids in 10ml-Fläschchen und vorbefüllte Pods. Alles andere wird kaum einer am Markt halten können. Wer sich jetzt schon seine Wolkensuppe nur aus Aromen zusammenmischt, muss sich also nur um das Nikotin sorgen machen. Und der “Poddampfer” eh um nix, für den wird die Wolke nur etwas teurer.

Wer Shortfills dampft, sollte sich allerdings schon mal nach einer Alternative umschauen. Und dem Rest bleiben wohl nur noch die kleinen Fertigliquidfläschchen, die dann kaum noch günstiger sein werden als eine Schachtel Kippen.

Hoffnung?

Vielleicht werden einige findige Händler Lösungen für einige der Probleme finden. Vielleicht finden sie Wege, PG und VG auch nach der Einführung der Steuer im eigenen Laden anzubieten… nur eben nicht mehr mit dem Label “zum Dampfen”. Kann sein. Holt den Fisch aber auch nicht mehr aus dem Teich. Mit der “Basis” macht kein Shop das große Geld.

Shortfills werden verschwinden und bei Nikotinshots braucht’s keine Vielfalt. Da ist einer so gut wie der andere. Außerdem sind auch die nicht der große Rubelroller.

Am Ende gewinnen nur die Hersteller der geschlossenen Podsysteme. Also die großen Tabakkonzerne. Für sie bedeutet die Liquidsteuer ein fettes Geschenk. Denn ihre Pods werden gefühlt kaum teurer.

Das Dampfen wird bleiben. Aber es wird hauptsächlich Podsystem. Das dürfte recht sicher sein. Und wenige große werden sich den Markt aufteilen. Die Vielfalt wird verschwinden.

Wer jetzt schon dampft und wirklich in der Materie steckt, wird auch in Zukunft klar kommen. Es wird teurer und komplizierter, aber machbar.
Viele Dampfer werden die Nase voll haben oder überfordert sein und wieder zum gerollten Blätterwerk wechseln und deutlich weniger Raucher werden den Weg zur Dampfe finden.

In den Köpfen der Menschen wird sich zudem der Eindruck festsetzen, dass Dampfen ziemlich schädlich sein muss, wenn da so eine fette Steuer drauf ist. Und das war schon immer ein Hauptproblem mit einer Steuer auf Dampfkram. Es ist wie ein offizielles Zertifikat: “Dampfen ist schädlich!”

Obwohl bis heute noch keine klinische Studie gezeigt hat, dass Dampfen überhaupt ernsthaft schädlich ist. Was zukünftig noch weniger Leute interessieren wird als jetzt schon.

Fazit
  • Keine Hektik, du hast noch genug Zeit (bis Juli 2022).
  • PG und VG wird man immer zu vernünftigen Preisen bekommen, nur eben nicht mehr im Dampferladen.
  • Reine Aromen werden nicht besteuert.
  • Shortfills werden wahrscheinlich vom Markt verschwinden.
  • Viele Hersteller und Händler werden zu machen.
  • Nur bei Nikotin macht Bunkern eventuell Sinn.

Vapoon: Bundestag beschließt Liquidsteuer