Die E-Zigarette – Ein paar wichtige Fragen und Antworten

Die WHO hat sich erst kürzlich in Pippi Langstrumpf Manier die Welt zurechtklöppeln wollen, wie es ihr gefällt. Nach dem Motto: Ich stelle Fragen zur E-Zigarette und erfinde einfach Antworten dazu, die ich toll finde. Das gab zehn Punkte für Kreativität, aber leider minus hundert bei der Realitätsnähe.
Doch gerade in diesen Zeiten ist das richtige Wissen wichtig.  In Zeiten, in denen es die E-Zigarette echt schwer hat. Und die Welt durch einen Virus in Atem gehalten wird, dessen Name sich wie eine russische Mittelstreckenrakete anhört.
Deshalb jetzt mal die wahrscheinlich wichtigsten Fragen zur E-Zigarette. Und vor allem Antworten dazu, die wirklich nur auf Fakten beruhen. Daher wird die ganze Soße leider auch recht trocken, sorry.
Weiterführende Links, Quellen und Ergänzungen gibt’s unten drunter. Damit das alles nicht so unübersichtlich wird, sind die Sachen zum Aufklappen. Für die Antwort einfach auf die jeweilige Frage klicken. Richtig ausführliche Infos findet man übrigens auf e-Dampfen.info.
Und ja, SARS-CoV-2 (aka. Corona) kommt auch drin vor.



Anhang:

Zu 1.:

Riccardo Polosa et al.: Health impact of E-cigarettes: a prospective 3.5-year study of regular daily users who have never smoked
Konstantinos E. Farsalinos et al.: Aldehyde levels in e-cigarette aerosol: Findings from a replication study and from use of a new-generation device
Konstantinos E. Farsalinos et al.: Metal emissions from e-cigarettes: a risk assessment analysis of a recently-published study
Konstantinos E. Farsalinos: Acute vs. chronic effects of e-cigarettes on vascular function
Riccardo Pollosa et al.: E-cigarettes in patients with COPD: current perspectives
Riccardo Pollosa et al.: Health effects in COPD smokers who switch to electronic cigarettes: a retrospective-prospective 3-year follow-up
Solina A. et al.: Vaping effects on asthma: results from a web survey and clinical investigation.
Jacob George et al.: Cardiovascular Effects of Switching From Tobacco Cigarettes to Electronic Cigarettes

Zu 2.:

Bernd Mayer et al.: Effects of flavoring compounds used in electronic cigarette refill liquids on endothelial and vascular function
Konstantinos E. Farsalinos: Toxicity classification of e-cigarette flavouring compounds based on European Union regulation: analysis of findings from a recent study

Zu 3.:

Stanton A. Glantz et al.: Association of E-Cigarette Use With Respiratory Disease Among Adults: A Longitudinal Analysis
Clive Bates’ Stellungnahme zur Studie von Stanton Glantz

Zu 4.:

John Madden: Contaminants in E-Cig Vapor Also Found in Human Breath and Outdoor Air
Martuzevicius D. et al.: Characterization of the Spatial and Temporal Dispersion Differences Between Exhaled E-Cigarette Mist and Cigarette Smoke.
CDC: Evaluation of Chemical Exposures at a Vape Shop
Schripp et al.: Does e‐cigarette consumption cause passive vaping?
Jan Czogala et al.: Secondhand Exposure to Vapors From Electronic Cigarettes
Fromme et al.: Schadstoffbelastung vonPkw-Innenräumen beim Rauchenunterschiedlicher Rauchsysteme
Wouter F. Visser et al.: The Health Risks of Electronic Cigarette Use to Bystanders
Mauro Scungio et al.: Measurements of electronic cigarette-generated particles for the evaluation of lung cancer risk of active and passive users

Zu 5.:

Hansson J. et al.: Use of snus and risk for cardiovascular disease: results from the Swedish Twin Registry.
Catherine L. Ford et al.: Nicotine Replacement Therapy and Cardiovascular Disease
Karim A. Alkadhi et al.: Neuroprotective effects of nicotine on hippocampal long-term potentiation in brain disorders
Waldum HL et al.: Long-term effects of inhaled nicotine.
Pullan RD et al.: Transdermal nicotine for active ulcerative colitis.
Powledge TM: Nicotine as Therapy

Zu 6.:

Bernd Mayer: How much nicotine kills a human? Tracing back the generally accepted lethal dose to dubious self-experiments in the nineteenth century

Zu 7.:

Karl Fagerström: Determinants of Tobacco Use and Renaming the FTND to the Fagerström Test for Cigarette Dependence
Christophe Lanteri et al.: Inhibition of Monoamine Oxidases Desensitizes 5-HT1A Autoreceptors and Allows Nicotine to Induce a Neurochemical and Behavioral Sensitization
Newhouse P. et al.: Nicotine treatment of mild cognitive impairment: a 6-month double-blind pilot clinical trial.
Eric C. Donny et al.: The absence of DSM-IV nicotine dependence in moderate-to-heavy daily smokers

Zu 9.:

Prof. Dr. Heino Stöver: Der Konsum von elektronischen Dampferzeugnissen (eDe) unter Jugendlichen
ASH: Use of e-cigarettes among young people in Great Britain
Linda Bauld et al.: Young People’s Use of E-Cigarettes across the United Kingdom: Findings from Five Surveys 2015–2017
Ramchandar Gomajee et al.: Association Between Electronic Cigarette Use and Smoking Reduction in France
Sandra Chyderiotis et al.: Does e-cigarette experimentation increase the transition to daily smoking among young ever-smokers in France?
Natalie Walker et al.: Use of e-cigarettes and smoked tobacco in youth aged 14–15 years in New Zealand: findings from repeated cross-sectional studies (2014–19)

Zu 10.:

Robert West et al.: Epidemic of youth nicotine addiction? What does the National Youth Tobacco Survey reveal about high school e-cigarette use in the USA?
VdeH: E-Zigaretten und Jugendliche in Europa: Aktuelle Zahlen widerlegen Sorge vor „Epidemie“
Brad Rodu: The 2018 American Teen Vaping Epidemic, Recalculated

Zu 11.:

E-Dampfen.info: Krankheits- und Todesfälle durch verunreinigte THC-Liquids in den USA

Zu 13. und 14.:

Peter Hajek et al.: Changes in the Frequency of Airway Infections in Smokers Who Switched To Vaping: Results of an Online Survey
Konstantinos E. Farsalinos: Smoking, vaping and the coronavirus (COVID-19) epidemic: rumors vs. evidence
Henle W et al.: Effect of propylene glycol aerosol on air-borne virus of Influenza. Proc Soc Exper Biol Med 1941;48:544.
Harris TH et al.: The effect of propylene glycol vapour on the incidence of respiratory infections in a convalescent home for children: preliminary observations. Am J Med Sci 1942;204:430.
Harris TH et al.: Air-borne cross infection in the case of the common cold: a further clinical study of the use of glycol vapours for air sterilization. Am J Med Sci 1943;200:631.


Alle Angaben wurden sehr überlegt und mit größter Sorgfalt gemacht. Dennoch gibt es keine Gewähr für Vollständigkeit oder Richtigkeit. Die Angaben auf dieser Seite sind als Orientierung gedacht und sollen zu eigenen Recherchen anregen. Es sind keine Handlungsempfehlungen. Angaben zu medizinischen Fragen sind lediglich als unverbindliche Information zu verstehen. Eine Geltendmachung von Ansprüchen jeglicher Art ist ausgeschlossen.

Wenn der Zweck alle Mittel heiligt

Am 20. Januar hatte die WHO auf ihrer Internetseite ein sogenanntes Q&A zur E-Zigarette veröffentlicht. Also das Ding: Ich stell die Fragen auf die ich selber die schönsten Antworten habe. Und hier hat die WHO wirklich wunderschöne Antworten gefunden. Antworten, die nur so vor Kreativität und Fantasie sprühen. Ein Märchen aus acht und einer Frage. Es könnte ein lustiges Märchen sein, wenn es nicht um so eine recht ernste Sache wie Menschleben gehen würde. Und so ist das ganze nur eine ziemlich dreckige Tragödie in neun Akten.

Unter dem Titel “E-cigarettes: how risky are they?” will die WHO aufklären. Sie will die wichtigsten neun Fragen beantworten, die es zum Thema E-Zigarette ihrer Meinung nach gibt. Schließlich ist es die WHO, die hat die Antworten, die weiß, wo der Pfeffer den Most im Brunnen hat. Das ist eine Institution, der jeder vertraut. Eben unsere gute alte Tante WHO.

Blöd ist, dass unsere Tante chronisch pleite ist. Und so ist sie nur an einer Sache mehr interessiert als an der Wahrheit: Geld. Kann man ihr gar nicht mal so vorwerfen. Sie will ja auch nur leben. Und von den Ländern, für die sie eigentlich einen vernünftigen Job machen sollte, kommt ja keine Knete in den Geldbeutel. Ein Teil des fehlenden Schotters fließt deshalb von privaten “Menschenfreunden” wie Bill Gates und seiner Foundation.
Aber der richtig fette Batzen kommt direkt von Firmen, die mit Krankheit ihr Geld verdienen. Passt ja irgendwie. So macht die WHO den guten Job am Ende also nicht für die Länder auf unserer kleinen grünen Kugel und deren Bewohner, sondern für die dicken Pharmakonzerne. Wer die Party bezahlt, bestimmt, was der DJ auf den Teller schmeißt.

Was hat das ganze mit der leckeren Wolke zu tun? Ganz einfach, die großen Pillendreher hassen die Dampfe, wie die Pest… also… genau genommen sogar viel, viel mehr, denn mit der Pest lässt sich ja wenigstens noch Knete machen. Die E-Zigarette ist vor allem deshalb ein so fettes Feindbild, weil die den Markt mit der “Rauchentwöhnung” kaputt machen könnte. Und das ist ein wirklich heftig großer Markt. Mit Chantix macht Pfizer sogar mehr Kohle als mit Viagra. Und Chantix ist eins der Mittelchen, das Ärzte gerne Rauchern andrehen, die von der Kippe weg wollen. Wirkt so lala und hat so lustige Nebenwirkungen wie Depressionen, Panikattacken und Selbstmordgedanken.
Aber auch auf dem großen Feld der fast nutzlosen Nikotinprodukte wird der Rubel kräftig gerollt. Nicorette und Co ist ein richtig fetter Markt. Und von den ganzen Medikamenten, die es für Lungenkrebs gibt, will ich mal gar nix sagen.
Kurz: Raucher sind ein gutes Geschäft. Und wer dampft, ist ein Nichtraucher. Der hat sich aus diesem Geschäft verabschiedet.

Nu wird aus dem Oktaeder ein Kreis. Jetzt wird klar, warum auch die WHO die E-Zigarette hasst. Und es wird klar, warum die auf ihrer Internetseite so einen gequirlten Kuhdung über sie schreiben.
Den wir uns jetzt auch mal fix angucken wollen.
Die Antworten hab ich dabei ein bissel frei übersetzt, auf das Wesentliche reduziert und etwas zugespitzt. Im Original kannst du die ganze Chose auf der Seite der WHO bewundern.

1. Frage: Sind E-Zigaretten und andere Dampfprodukte gefährlich?
Antwort: Es gibt viele verschiedene ENDS (Electronic Nicotine Delivery Systems) die ganz unterschiedliche Mengen an Nikotin und schädlichem Zeug absondern. Und ENDS enthalten typischerweise Nikotin und fiese Stöffchen. Das ist schädlich für Dampfer und alle drumrum.
Es gibt keinen Zweifel, dass ENDS schädlich für die Gesundheit und nicht sicher sind, auch wenn man über die Langzeitfolgen noch nicht wirklich was sagen kann.

Und ENDS sind gefährlich für Jugendliche. Denn Nikotin macht voll fett süchtig und stört die Entwicklung des Gehirns. Übrigens werden dampfende Jugendliche viel öfter zu Rauchern.
ENDS erhöhen das Risiko für Erkrankungen des Herzens und der Lunge. Außerdem schaden sie der Gesundheit von ungeborenen Kindern.
Hatten wir schon erwähnt, dass ENDS auch alle drumrum gefährden?

Das Liquid von ENDS kann zu Verbrennungen der Haut führen und dich richtig fix vergiften, wenn es durch die Haut aufgenommen wird. Undichte Geräte sind deshalb eine Gefahr… vor allem für Kinder.
Ah, bevor wir’s vergessen, ENDS explodieren ständig.

Oi, das’ mal echt ne Menge. Alles in einem Rutsch. Und alles mehr oder weniger erfunden. Ich greif nur mal den gröbsten Blödsinn auf.
Schadstoffe im Dampf? Jupp, gibt’s. Nur eben in echt fitzelkleinen Mengen. Im Schnitt entstehen beim Dampfen weniger Schadstoffe, als beim Menschen, wenn der ganz normal atmet1. Dass das schädlich für Dampfer und die drumrum sein soll? Öhm, eher nicht. Zweifelsfrei.

Dann natürlich die Jugendlichen und das böse Nikotin. Es gibt keine Studie, und auch die WHO hat keine in irgendeiner Geheimschublade, die belegt, dass Nikotin alleine abhängig macht. Genauso wenig Belege gibt es dafür, dass Nikotin bei Jugendlichen irgendwas in der Denkmurmel stört. Sonst hätten wir wohl auch verdammt viele verblödete Raucher überall rumgammeln.
Achso, Gateway muss auch noch. Auch wenn immer wieder gerne rausgetrötet wird, dass Kiddies durch die Dampfe zu Rauchern werden… das ist frei erfunden. Nicht eine Studie zeigt das. Ganz im Gegentum2.

Die erhöhten Risiken für Herz und Lunge sind übrigens auch recht frei erfunden. Studien, die das belegen, gibt’s schlicht nicht. Auch hier: Ganz im Gegentum3.
Wusstest du übrigens, dass Nikotinpflästerchen und Co. in der Schwangerschaft als unproblematisch gelten4? Tja, gibt anscheinend “gutes” und “böses” Nikotin. Sind wohl nicht viele Chemiker bei der WHO.

Über die Verbrennung der Haut durch Liquid und explodierende E-Zigaretten lachen wir jetzt gemeinsam mal ein bisschen… Konfettikanone erlaubt… und dann weiter, ist schon spät.

2. Frage: Verursachen E-Zigaretten (ENDS) Lungenschäden?
Antwort: Ja, aber voll. In den USA sind schon tausende krank geworden und dutzende sogar durch ENDS gestorben. Und mindestens fünf weitere Ländern versuchen der E-Zigarette irgendwelche Erkrankungen anzuhängen.

Echt jetzt WHO? Besser könnt ihr nicht… ich weiß nicht, wie ich es sonst nennen soll… lügen? Sogar die Behörden in den USA haben mittlerweile ganz offen zugegeben, dass es bei der ganzen Sache mit den Verletzten und Toten nicht um ENDS geht, sondern um illegale mit Vitamin-E-Acetat gestreckte THC-Liquids. Ihr springt ein bissele spät auf den Zug.

3. Frage: Sind E-Zigaretten gefährlicher als normale Zigaretten?
Antwort: Das hängt von vielen Faktoren ab, wie der Menge an Nikotin und fiesen Stoffen in den erhitzten Liquids. Aber wir wissen, dass ENDS ganz klar schädlich und auf keinen Fall sicher sind.

Ein simples “Nein” hätte gereicht. Denn das ist so sicher, wie die Pelle an der Mettwurst. Das hängt auch von nix ab. Um eine E-Zigarette schädlicher als eine Zigarette zu kriegen, muss man schon die Watte pur ohne Liquid wegrauchen. Hat dann mit Dampfen nur nix mehr zu tun. Normal benutzt kann eine Dampfe NIEMALS schädlicher als eine Zigarette sein. Das ist so unmöglich wie die Erstbesteigung des Mount Everest durch einen Regenwurm.

4. Frage: Machen ENDS abhängig?
Antwort: Ja. Nikotin macht sehr stark abhängig und bei ENDS geht es um die Inhalation von nikotinhaltigen Wolken.

Tja, blöd nur, dass es dafür nicht den Hauch eines Belegs gibt. Und nur, weil man’s dauernd wiederholt, wird’s nicht wahrer. Selbst von den ganzen armen Kiddies in den USA, die ja alle so fies Opfer der Juul sind, zeigen weniger als 5% halbwegs Anzeichen von Abhängigkeit. Mächtig suchtig, das Zeug… Dagegen ist Heroin ja Fruchtzwerg… aber voll.

5. Frage: Sind die “Secondhand-Emissionen” von E-Zigaretten gefährlich?
Antwort: Ja. Die Wolken von ENDS enthalten normalerweise giftiges Zeug, wie zum Beispiel Glycerin, dass als Frostschutzmittel verwendet wird. ENDS sind gefährlich für Dampfer und Nichtdampfer.

Du hast richtig gelesen: Die WHO hält Glycerin für gefährlich. Macht sonst keiner. Ich meine, hätten die wenigstens Propylenglykol genommen, das hört sich zumindest noch irgendwie gefährlich an. Aber Glycerin? Wenn du nicht Salpeter- und Schwefelsäure reinkippst, dann ist das harmloser5 als ein Butterbrot mit abgerundeten Kanten.
Sogenannter “Passivdampf” tut nix. Das kann man messen, das hat man gemessen6,7, das ist oberklar. Und was die WHO hier raushaut, ist nix anderes als eine megadämliche Lüge.

6. Frage: Sollten ENDS verboten werden?
Antwort: Länder können sich dazu entschließen, ENDS zu verbieten.
Haben auch schon viele gemacht und andere überlegen noch, ob sie es machen.

Das ist ja noch nicht mal eine Antwort. Das ist weniger Aussage als “bla, bla, blubb”. Das ist so sinnig, wie: Länder können sich dazu entschließen, “Hänschenklein” zu ihrer Nationalhymne zu machen. Ist dämlich… aber können sie. Mettbällebad!

7. Frage: Sollten ENDS reguliert werden?
Antwort: Ja. Am besten in Grund und Boden. Als Anregung: Fette Steuern drauf (mindestens so viele wie bei Tabak), keine Werbung und überall das Dampfen verbieten. Die Leute müssen schließlich dringend vor Discoebel mit Geschmack geschützt werden. Es gibt übrigens eine Menge Aromen in ENDS, viele davon nur, weil die armen Kinder süchtig gemacht werden sollen… Kaugummi und Zuckerwatte zum Beispiel.

Nur noch mal zur Erinnerung: Wir reden über ein Produkt, das harmloser ist als Colatrinken. Und ich meine das so. Kein Scherz. Das ist das, was uns Mister Wissenschaft sagt. Das sind die Fakten. Und das soll heftiger reguliert werden als Mittelstreckenraketen.
Übrigens… Hoffentlich erzählt der WHO keiner, dass es Likör mit Kaugummigeschmack gibt… mit 20 Umdrehungen. Mag ja kein Erwachsener, soll nur die Kiddies zu Alkis machen. Böstööömt!

8. Frage: Helfen ENDS dabei, mit dem Rauchen aufzuhören?
Antwort: Es gibt nicht genug Belege, damit man ENDS zur Rauchentwöhnung empfehlen kann. Dafür gibt es aber viele andere erprobte, sichere und zugelassene Sachen, an denen dann auch die richtigen Leute verdienen.

Wenn ich mit geschlossenen Augen rumrenne, mir die Ohren zuhalte und wie ein kleines Kind “Mimimimi” rufe, dann krieg ich natürlich auch nicht mit, wenn es Fakten gibt, die mein Weltbild zerdeppern. Natürlich gibt es die Studien, die zeigen, dass du mit der E-Zigarette supergut von der Kippe wegkommst. Eine hat erst vor kurzem gezeigt, dass man das mit der E-Zigarette sogar doppelt so gut schafft, wie mit den ganzen anderen “erprobten” Mittelchen8.

9. Frage: Was macht die WHO gegen die E-Zigarette?
Antwort: Wir suchen uns nur die “richtigen” Studien raus, um Staaten dazu zu bringen, das zu tun, was wir wollen. Und wir tun weiter so, als sei Dampfen so schlimm wie Rauchen.
Die WHO will schließlich eine sichere und gesündere Welt für alle schaffen.

Ich denke, die WHO will vor allem eins: Überleben. Und das kann sie nur, wenn der Rubel rollt. Die Gesundheit der Menschen tangiert sie offensichtlich noch nicht mal rektal. Im Gegentum, sie geht für ihre fast religiöse Ideologie, das Hassen von Wolken, und für die Knete der Pharmafirmen über Leichen.

Für ihren Zweck sind der WHO alle Mittel recht. Dafür verdreht sie Fakten, stellt wilde, unbewiesene Behauptungen in den Raum und Lügt unverhohlen. Regierungen und Medien werden auf diesen Kuhdung der “renommierten” Organisation WHO bei jeder Gelegenheit verweisen, sie werden auf dieser Grundlage Stimmung und Regulierungen machen.

Ich schließe mit den Worten von Prof. Dr. Bernd Mayer:

“Ich stelle wieder einmal die regelmäßig wiederkehrende Frage: Wie lange lassen wir uns das noch bieten? Wie lange tolerieren wir, dass unsere Regierungen mit öffentlichen Mitteln ein korruptes Pharmakartell finanzieren?”


ScienceMediacentre.org: Expert reaction to World Health Organisation Q&A on electronic cigarettes (Ergänzt am 23.01.2020)

1: Aldehyde levels in e-cigarette aerosol: Findings from a replication study and from use of a new-generation device
2: Does e-cigarette experimentation increase the transition to daily smoking among young ever-smokers in France?
3: Cardiovascular Effects of Switching From Tobacco Cigarettes to Electronic Cigarettes
4: The SNAP trial: a randomised placebo-controlled trial of nicotine replacement therapy in pregnancy–clinical effectiveness and safety until 2 years after delivery, with economic evaluation.
5: Toxicity of the main electronic cigarette components, propylene glycol, glycerin, and nicotine, in Sprague-Dawley rats in a 90-day OECD inhalation study complemented by molecular endpoints.
6: Does e‐cigarette consumption cause passive vaping?
7: Schadstoffbelastung vonPkw-Innenräumen beim Rauchenunterschiedlicher Rauchsysteme
8: A Randomized Trial of E-Cigarettes versus Nicotine-Replacement Therapy

Der Text auf der Seite der WHO: E-cigarettes: how risky are they?

Der Nebel der Apokalypse… und andere Kleinigkeiten

Das Beste vorweg: 2019 ist rum. Es wird Zeit für einen Nachruf. Und vielleicht auch so ein kleiner Ausblick aufs Kommende.

Das war mal ein echt bekotetes Jahr für’s Dampfen. Epizentrum USA. Da haben wir eine “Dampferkrankheit”, die mit Dampfen so viel zu tun hat, wie ein Rehpinscher mit nem Rudel Wölfe in Sachsen. Egal, die Wolkenhasser haben es geschafft, aus einer Horde Drogentoter, Opfer des leckeren Nebels zu machen. So bekloppt wie zynisch. Dass die CDC durch ihre psychopathische Informationspolitik für noch mehr Tote und Verletzte gesorgt haben, bleibt als fader Beigeschmack im Hals stecken.
Und noch mal, für alle, die es immer noch nicht ganz gecheckt haben: Kein einziger Mensch in der neuen Welt ist vom ganz normalen Dampfen krank geworden oder sogar davon abgenibbelt. Fettes Öl in illegalen Drogen hat die Leute dahingerafft. Bis heute gibt es nicht einen Dampfer auf unserer kleinen Kugel, der von der leckeren Wolke ernsthaft krank geworden ist.

Aber 2019 war eh das Jahr der ANTZ. Und die meisten Medien nur ihre willigen Huren. Eine dürftige Studie aus Mainz, bei der ein paar Mäuse vergiftet und harmlose Effekte von ein bisschen Dampfen zum sicheren Vorboten des Todes aufgeblasen wurden. Fette Schlagzeilen überall. Und eine echt gut gemachte klinische Studie von der Insel, die eindeutig zeigt, dass das alles Kuhkot ist, interessiert keine Sau. Grillenzirpen.
Überhaupt haben die meisten Journalisten in diesem Jahr alles mögliche gemacht, nur irgendwie nicht ihren Job.

Zum ersten mal seit langem, werden die Dampfer in unserem Land wohl wieder weniger, die fetten Schlagzeilen wirken. Viele halten die Dampfe mittlerweile eben für sofort tödlich… dann doch lieber der schleichende Tod der gequalmten Wolke.
Ich frag mich nur, was schlimmer ist. Dass im Fernsehen, im Netz und in vielen Blättern so viel Müll über die leckere Wolke verbreitet wurde? Oder, dass so viele Dampfer zu blöd sind, Eins und Eins zusammenzuzählen? Klar, das macht schon wuschig im Kopf, wenn medial so viel Unsinn rausgehauen wird. Aber Leute, das Ding auf dem Kopf ist nicht nur für die Haare da.

Dampfertote im wilden Westen? Echt jetzt? Haben die die Exklusivrechte? Kommt das keinem irgendwie komisch vor, dass nur Amis von der Dampfe flachgelegt werden? Seit über zehn Jahren frönen auf der ganzen Welt Millionen von Leutchens der leckeren Wolke. Keinen hat’s umgehauen, noch nie, nirgendwo. Und jetzt kippen vor allem junge Zweibeiner aus den Latschen, die teilweise gerade mal ein paar Monate was mit gedampftem Nebel am Hut haben. Alles Amis. Ganz plötzlich. Um zu kapieren, dass da was nicht stimmen kann, reicht der IQ einer Zimmerpflanze.
An alle, die wegen der Sachen in den USA die Finger von der Dampfe gelassen haben: Macht ihr euch die Hose mit der Kneifzange zu? Könnt ihr echt nicht weiter als einen Meter Feldweg denken?

Na ja, war eben echt ein mieses Jahr. So volle Kanne und rundum. Auch bei mir privat. Werd hier jetzt aber nicht rumnölen, keine Angst. Ganz im Gegentum. Da war nämlich auch eine echt tolle Sache. Ihr habt mich komplett platt gemacht.
Denn das Jahr hatte schon megasupidupi angefangen: Mein Rechner war abgeraucht. Reparabel war da nix mehr. An einen neuen Rechner war gar nicht zu denken. In der Patte war nämlich nicht nur nix drin, da hatte sich ein schwarzes Loch breit gemacht.

Das Nötigste konnte ich auf nem kleinen, alten Klapprechner erledigen. Aber wirklich arbeiten war damit nicht. Die Idee kam dann von Joey, dem “Guru“. Hätt ich im Traum nicht dran gedacht: “Einfach” mal die Leute Fragen, ob die für ein vernünftiges Arbeitsgerät zusammenschmeißen. Verrückt. Er hat die Aktion dann auch gestartet. Ich kann so was einfach nicht.
Noch nicht mal einen Tag hat’s gedauert und das Geld war zusammen. Und ich platt.
Ich will da jetzt aber keine große Schnulze draus machen, kein Tränengesülze… auch wenn die Äuglein nicht ganz trocken blieben. Ich will einfach nur eins sagen, an alle, die mit dabei waren: Danke!

Die Arbeit konnte weiter gehen. Und da war viel Arbeit. Fast täglich Studien wälzen und sich durch den medialen Dschungel und die journalistischen Misthaufen kämpfen. Und natürlich den Netzblick, mittlerweile schon seit über tausend Tagen am Stück.

Und die Arbeit wird nicht weniger. Im neuen Jahr geht’s erst richtig los. Bei der Onlineglotze von Google wird’s für die DampfTuber noch ungemütlicher werden. Was das bedeutet, haben viele wohl noch gar nicht auf dem Schirm. Da wird sich nur über “gekaufte” Reviewer aufgeplustert. Und die Freude blitzt aus den Zähnen, dass diese “korrupte Bande” bald verschwunden ist. Es lebe die “Ehrlichkeit”… was auch immer das sein soll. Medienkompetenz am Nullpunkt.

Aber, wenn alles glatt flutscht, dann wird im neuen Jahr ein Verbraucherverband das Licht der Welt erblicken, der auch echt was wuppt. So die professionelle Schiene. Spannend. Hier wird nämlich nicht kampflos abgenibbelt. Die Schlacht hat erst begonnen.
Klar, 2019 gab’s mächtig auf die Neune. Egal. Aufstehen, Staub abklopfen und weiter geht’s. Und immer die leckere Wolke dabei. Gerade 2020 gilt: Keep on Vaping!

Egal, wie und mit wem du das neue Jahr begrüßt, komm gut rein, pass auf dich auf und lass krachen! Wir sehen uns auf der anderen Seite.

Eine ziemlich dürftige “Langzeitstudie” wabert durch die Medien

Seit heute flattert durch den Blätterwald eine Langzeitstudie, die angeblich zeigen soll, dass Dampfer ein höheres Risiko haben, an COPD (Chronische obstruktive Lungenerkrankung) oder Bronchitis und Co. zu erkranken als Nichtraucher.

Gucken wir uns erst mal die Studie an. Von wem ist sie? Was wurde gemacht? Was kam dabei raus?

Federführend bei der Studie war Prof. Stanton Glantz, Direktor des „Center for Tobacco Control and Education“ an der Universität von Kalifornien, San Francisco. Auch, wenn er einen Lehrstuhl für Medizin inne hat, ist er tatsächlich lediglich Raumfahrtingenieur. In den Bereich Medizin „rutschte“ er, weil er in der Vergangenheit zu mathematischen Modellen der Herzfunktion geforscht hatte. Er ist schon seit langem ein entschiedener Gegner des Rauchens und hat sich in letzter Zeit mit gleicher Kraft dem Kampf gegen die gedampfte Wolke verschrieben. Dass ihm dabei jedes Mittel recht ist, zeigte er schon des öfteren. Zuletzt hatte er in einer Studie zum Thema Dampfen und Herzkreislauferkrankungen mal eben aus Korrelation eine Kausalität zaubern wollen. Also das Motto: Es schneit im Winter, weil im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen. Von vielen Kollegen wird er mittlerweile nur noch leidlich ernst genommen. Leider gilt das nicht für die Medien.

In der Studie selber wurden nicht wirklich Menschen untersucht. Es wurden lediglich öffentliche Daten aus dem „Population Assessment of Tobacco and Health“ (PATH) der „Nationalen Gesundheitsinstitute“ (National Institutes of Health – NIH) ausgewertet. Das sind, grob gesagt, Befragungen der Bevölkerung nach Rauch- bzw. Dampfverhalten und dem gesundheitlichen Zustand. In der Studie wurden Daten von 32.000 Menschen der Jahre 2013 bis 2016 ausgewertet. Von den Befragten waren 5,5% aktive Dampfer und 26% rauchten. Diese „Langzeit“ bestand also aus drei Jahren. Erst mal nicht unbedingt ein Problem, ginge prinzipiell als Langzeitstudie durch. Aber in diesem Zusammenhang ist das dann doch etwas „unglücklich“. Dazu gleich mehr.

Das Ergebnis der Studie, zumindest auf den ersten Blick, war, dass Dampfer ein 1,3fach höheres Risiko haben, an COPD, Asthma, Bronchitis oder Emphysemen zu erkranken als Nichtraucher. Bei Rauchern erhöht sich das Risiko um den Faktor 2,5. Interessant ist, dass Dualuser, also Leute, die sowohl rauchen als auch dampfen, laut dieser Studie anscheinend ein 3,3mal höheres Risiko haben zu erkranken.

Wichtig zu wissen ist jetzt, dass fast alle befragten Dampfer zuvor Raucher waren. Außerdem kann man davon ausgehen, dass diese Dampfer 2013 erst eine recht kurze Zeit der leckeren Wolke frönten. Es gab die E-Zigarette zu diesem Zeitpunkt schlicht noch nicht so lange. Das ist deshalb wichtig, weil uns diese Studie eigentlich nur eine Sache recht sicher zeigt: Wer vom Rauchen aufs Dampfen umsteigt, verringert sein Risiko für ernsthafte Lungenerkrankungen bereits nach drei Jahren um mindestens 80%.

Das war‘s auch schon. Der Rest ist Ignorieren epidemiologischer Grundlagen und unwissenschaftliches Rumgedeute. Denn mit dieser Studie gibt es mehrere Probleme.

Das größte Problem dürfte schon sein, dass eben so gut wie alle befragten Dampfer zuvor Raucher waren. Und das auch noch relativ frisch. Es ist also mehr als gewagt, deren Erkrankungen einfach dem Dampfen zuzuschreiben. Besonders bei COPD wird das recht deutlich. Denn es ist nahezu unmöglich, dass sich eine COPD in so kurzer Zeit entwickelt. Genau deshalb ist es auch so problematisch, dass wir hier eine Langzeitbeobachtung von gerade mal drei Jahren haben.

Prof. Dr. Michael Siegel von der Boston University bemerkt hierzu:

„There is simply no way that you can develop COPD from vaping for five years. Even among heavy chain smokers, it takes several decades before they develop COPD.“ (Es gibt einfach keine Möglichkeit, COPD zu entwickeln, wenn man fünf Jahre lang dampft. Selbst bei schweren Kettenrauchern dauert es Jahrzehnte, bis sie an COPD erkranken.)

Tatsächlich erkranken Raucher durchschnittlich im Alter von 45 Jahren und zumeist nach jahrzehntelanger Raucherkarriere an COPD. Eine „Turbo-COPD“ innerhalb von drei Jahren ist weit mehr als unplausibel. Trotzdem wurden in der Studie auch diese Fälle der E-Zigarette zugerechnet. Selbst, wenn es viel plausibler ist, dass die Rauchervergangenheit der Auslöser für die Erkrankungen war. Darauf deutet auch eine Langzeitstudie des italienischen Mediziners Prof. Riccardo Polosa hin, in der gezeigt werden konnte, dass sich der Gesundheitszustand von COPD-Patienten nach dem Umstieg aufs Dampfen deutlich verbessert hatte.

Prof. Dr. Michael Siegel schlussfolgert daher:

„There is absolutely no way one can conclude, or even speculate, based on the results of this cross-sectional study, that vaping is a cause of chronic obstructive lung disease [COPD].“ (Aus den Ergebnissen dieser Querschnittstudie kann absolut nicht geschlossen oder gar spekuliert werden, dass Dampfen eine Ursache für COPD ist.)

Ein weiteres Problem der Studie ist, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass Befragte weiterhin Zigaretten rauchten, obwohl sie angegeben hatten, nur noch E-Zigarette zu dampfen. Für viele Menschen zählt vielleicht zum Beispiel der regelmäßige „Ausrutscher“ auf Partys nicht als wirkliches Rauchen.

Und dann ist auch nicht auszuschließen, dass Raucher versucht haben ihren Zigarettenkonsum gerade deshalb mit der E-Zigarette zu reduzieren, weil sich bei ihnen die ersten Anzeichen einer Lungenerkrankung zeigten. Oft dauert es nämlich eine relativ lange Zeit von den ersten Symptomen bis zur Diagnose. Auch hier wäre das Dampfen nicht Verursacher sondern Folge der Erkrankungen.

Dass übrigens Dualuser ein noch höheres Erkrankungsrisiko als „Nurraucher“ haben sollen, ist nicht nur unlogisch, es lässt sich recht einfach und plausibel damit erklären, dass gerade besonders starke Raucher Probleme damit haben könnten, ganz auf die E-Zigarette umzusteigen und daher Dualuser bleiben.

Leider werden sich die wenigsten Journalisten die Mühe machen, die Studie genau anzugucken, sie auf Plausibilität zu prüfen und ihren Job damit vernünftig zu erledigen. Das Rauschen im Blätterwald hat bereits begonnen, die Studie passt ja so schön ins Bild.

Doch das einzige, was diese Studie tatsächlich zeigt, ist, dass Raucher ihrer Gesundheit einen fetten Dienst erweisen, wenn sie auf die E-Zigarette umsteigen. Wie erwähnt, sinkt laut dieser Studie das Risiko für ernsthafte Lungenerkrankungen durch den Umstieg aufs Dampfen bereits nach drei Jahren um mindestens 80%.

Darüber allerdings, ob Nichtraucher ihrer Gesundheit schaden, wenn sie der leckeren Wolke frönen, sagt diese Studie absolut nichts aus. Es bleibt dabei, dass bis heute keine seriöse Studie belegen konnte, dass Dampfen überhaupt ernsthaft schädlich ist. Und diese erst recht nicht.


MedicalXpress.com: E-cigarettes significantly raise risk of chronic lung disease, first long-term study finds

Clive Bates über diese Studie

Studie von Polosa zum Thema Dampfen und COPD

Die TPD schützt uns vor nix

Na gut, vor fast nix. So’n paar sinnige Sachen stehen da ja schon drin und es ist nicht die schlechteste Idee, wenn man eine Liste macht, wo drauf steht, was für fiese Sachen nicht in die Nebelsuppe dürfen. Sofern die Liste dann auch rein nach Fakten geklöppelt wird und wenn es nur um das Thema Gesundheit geht. Wenn kein fettes Öl ins Wolkentonikum darf, macht das Sinn. Darf kein Koffein rein, eher weniger. Selbst, dass Diacetyl aktuell auf der Liste steht, ist Kappes. Dafür, dass das Zeug die berühmte “Popcorn Lunge” verursacht, fehlen nämlich bis heute alle Beweise. Aber das ist noch mal ne eigene Geschichte, zeigt allerdings, dass die jetzige Liste schon nicht wirklich nur mit dem Köpfchen gemacht wurde.
Ansonsten haben wir in der TPD, vielmehr im Tabakerzeugnisgesetz, noch so glorreiche Sachen, wie 10ml Fläschchen, eine Wartefrist von sechs Monaten, die keinen Zweck erfüllt, und natürlich die Nikotinobergrenze von 20mg/ml. Eine Obergrenze, die willkürlicher nicht sein könnte. Oder besser gesagt, eine Obergrenze, die zeigt, wie inkompetent einige Leutchen in Brüssel sind. Denn das ist kein sinniger Wert, sondern das haben sich Sesselpupser zusammengestrickt, nachdem die eine Studie vom griechischen Wissenschaftler Dr. Konstantinos Farsalinos falsch verstanden haben. Nachdem er der Brüsseler Rasselbande übrigens gesagt hatte, dass die da was nicht kapiert haben, kam von denen ernsthaft die Antwort, dass sie das natürlich richtig sehen, er würde sich irren. Die haben ihm also… ohne Shice… erzählt, die hätten mehr Ahnung von seiner Studie als er selbst. Mettbällebad.

Aber das nur am Rande. Darum, dass die TPD alles andere als das Gelbe vom Ei ist, soll’s hier gar nicht gehen. Viel mehr geht’s darum, dass es zwar prinzipiell sinnig sein kann, dem Dampfen einen vernünftigen Rahmen zu geben… sieht ja auch nach außen immer viel schöner aus… dieser Rahmen aber nicht die Bohne was mit den Fällen in den USA zu tun hat.
Doch vor allem Shops sowie die Verbände BfTG und VdeH hängen aktuell die tolle Regulierung in der EU an die große Glocke. Bei uns ist alles supi, guck, wir haben die TPD, und bei den Amis ist die Hölle los, weil da nix reguliert ist.

Aber die haben da nicht so viele Verletzte und Tote, weil der amerikanische Markt wie der wilde Westen ist und jeder machen kann, was er will. Zwar haben die Liquidbrauer in den Staaten tatsächlich noch keine direkte Regulierung der Inhaltsstoffe, sie müssen aber der FDA trotzdem bei jedem Liquid ganz penibel mitteilen, was in der Suppe drin ist. Außerdem will jeder Hersteller Kunden und keine Leichen.
Doch auch das ist eigentlich wurscht, denn hier wird eine Sache mächtig vergessen: Es geht bei dem Mist in der neuen Welt  gar nicht um die E-Zigarette.

Das ganze Ding mit den Verletzten und Toten hat mit der E-Zigarette und irgendwelchen Regulierungen so wenig zu tun, wie ein Regenwurm mit Synchronturnen. Es geht um verunreinigte oder gepanschte illegale THC-Liquids, liebevoll “E-Joints” getauft. Die sind nicht nur bei uns verboten, die sind auch in den USA nicht erlaubt. Die werden da auf dem Schwarzmarkt vertickt.
Und auch hier geht’s nicht ums THC selber, sondern nur um das Ding “illegal”. In legalen THC-Liquids (in einigen Staaten der USA ist das mit dem Kiffen nämlich okay), die man untersucht hat, waren weder fette Öle, noch Pflanzenschutzmittel oder Fungizide drin.

Man mag es glauben oder nicht, aber so einem Drogenpanscher, der sein Zeug auf der Straße vertickt und dem es wurscht ist, ob die “Kundschaft” daran zu Grunde geht, juckt eine Regulierung der E-Zigarette heftig wenig. Man hätte also so viel regulieren können, wie man wollte, wir hätten heute trotzdem die gleichen Probleme.
Oder etwas deutlicher gesagt: Du kannst Wein noch so sehr regulieren, es verhindert trotzdem nicht, dass sich irgendwelche Deppen Spiritus aus Weingläsern hinter die Binde kippen.

Deshalb ist es so megadämlich, jetzt die “in Deutschland sind wir sicher, weil wir hier so tolle Regulierungen haben” Masche zu fahren. Warum? Weil das noch heftig nach hinten losgehen kann. Die Fälle aus den USA werden nämlich auch nach Deutschland kommen… genau genommen sind sie das wahrscheinlich schon.
Wenn das in Bremerhaven nämlich wirklich E-Zigaretten und keine Vaporizer waren, in die sich ein Haufen Steppke irgendein Drogengepansche reingetan haben, dann haben wir bereits das kugelige Grünzeug. Das ist zwar nicht ganz die selbe Soße wie in den USA, da waren es sehr wahrscheinlich Lipidpneumonien durch fette Öle und bei den Halbstarken aus der Stadt an der Weser ist es ganz simpel Substanzmissbrauch, es sind trotzdem zwei Seiten des selben Rubels.

Also, was passiert denn, wenn auch in Deutschland die ersten “durch die E-Zigarette” umkippen und wir vorher einen rausgehauen haben, dass wir wegen der Regulierung sicher sind? Die Clique aus Berlin wird schreien, dass die Regulierungen offensichtlich nicht weit genug gehen, dass man mehr machen muss. Es wird hier auch blinder Aktionismus ausbrechen, so’n bissel wie gerade in den USA.
Dass jede Verschärfung der bestehenden Regeln in etwa so sinnig ist, wie eine Verschärfung des Tempolimits in der Stadt, um Unfälle auf der Autobahn zu verhindern, wir die einen Leutchen nicht interessieren und bei den anderen übersteigt das den intellektuellen Horizont. Die haben ja jetzt schon Probleme damit, den Unterschied zwischen Rauch und Nebel zu kapieren.

Wir sollten also sagen wie es ist: Die “mysteriöse Lungenkrankheit” in den USA wurde von illegalen, gepanschten Drogen verursacht. Die sind in den USA anscheinend irgendwie Mode, weshalb da drüben so viele Leutchen umkippen. Und wir haben (noch) kein Problem mit dem Zeug, weil illegale Joints zum Dampfen bei uns eben kaum ein Thema sind. Außerdem sind zum Glück nur recht wenige Leute so bekloppt, sich irgendein Dreckszeug in den Tank zu kippen.

Mit der TPD oder dem Tabakerzeugnisgesetz hat das alles jedenfalls nix zu tun. Und das sollten wir auch deutlich sagen, selbst wenn die TPD erst mal wie ein scharfer Pfeil im Argumentenköcher aussieht. In Wahrheit ist es ein mächtiger Bumerang.


e-Dampfen.info: Krankheits- und Todesfälle durch verunreinigte THC-Liquids in den USA